BVR LogoDE|ENWarenkorb anzeigen Mitglieder-Login
bvrlogosmallmenu_mobilsearch

DruckansichtArtikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel auf Xing teilen

Social-Datenschutz Dienste aktivieren
(Datenschutz)
Weitersagen:
zurück zur Übersicht

09.03.2016

2016-03-09

Pressemitteilung

Geschäftszahlen 2015: Volksbanken und Raiffeisenbanken behaupten Ertragskraft / Marktanteile hinzugewonnen — Rücklagen gestärkt

sliderimg
Wir brauchen mehr Verlässlichkeit auch in der Bankenunion.
sliderimg
Unsere klare Haltung bleibt: Europa ist nicht reif für EDIS und EDIS ist keineswegs – wie behauptet wird – für eine funktionierende Bankenunion erforderlich.
sliderimg
Die genossenschaftliche Bankengruppe konnte im zurückliegenden Geschäftsjahr in einem insgesamt robusten wirtschaftlichen Umfeld an die guten Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen.
sliderimg
BVR Jahrespressekonferenz in der DZ Bank in Frankfurt am Main
sliderimg
BVR Jahrespressekonferenz in der DZ Bank in Frankfurt am Main


Ihre erfolgreiche Entwicklung im Kreditgeschäft setzten die Volksbanken und Raiffeisenbanken fort und wuchsen um 4,8 Prozent auf 505 Milliarden Euro. Auf der Einlagenseite legten sie um 4,5 Prozent auf 608 Milliarden Euro zu. Die aggregierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken erhöhte sich im Berichtszeitraum um 3,8 Prozent auf 818 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder stieg nochmals um netto 258.000 auf 18,3 Millionen.

Im Vorfeld der anstehenden Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) fordert der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Uwe Fröhlich, die EZB zu mehr Geduld auf: „Kurzfristigen geldpolitischen Reflexen nachzugeben, schadet letztlich dem Ruf der EZB und der Wirksamkeit ihrer Instrumente“, so Fröhlich, „der Eindruck drängt sich auf, EZB-Präsident Mario Draghi betreibe Geldpolitik mit der Brechstange.“ Die Instrumente der EZB hätten sich nahezu abgenutzt. Schon das großvolumige Anleihekaufprogramm vom Januar 2015 habe wenig gebracht. Fröhlich: „Die geldpolitischen Schleusentore sind so weit geöffnet, dass die Ankündigung von noch mehr Liquidität die Stimmung an den Finanzmärkten nicht mehr lange bewegen wird. Mit ruhiger Hand könnte die EZB mehr Glaubwürdigkeit demonstrieren.“

Mit Blick auf die derzeit in Brüssel diskutierte Vergemeinschaftung europäischer Einlagensicherungssysteme warnt der Vorstand des BVR vor negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft: Eine solche Vergemeinschaftung ermögliche es den Mitgliedsstaaten, Risiken aus dem nationalen Bankensektor und aus öffentlichen Haushalten trickreich auf die europäische Ebene zu verlagern. Angesichts hoher Quoten von notleidenden Krediten in einer Reihe von Ländern und der Tatsache, dass es nach wie vor große landesspezifische Staatsanleiheportfolios in den nationalen Bankensektoren gibt, könne aber auch ein europäischer Sicherungsfonds schnell überfordert werden und die Absicherung von Sparerinnen und Sparern in allen Ländern gefährden.

Marktanteilsgewinne
Bei den deutschen Genossenschaftsbanken wuchsen die Kreditbestände an Firmenkunden (nichtfinanzielle Unternehmen und Selbstständige) um 4,7 Prozent auf 220 Milliarden Euro. Der Marktanteil vergrößerte sich um 0,6 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Die Kredite an Privatkunden stiegen dank einer hohen Nachfrage nach langfristigen Baufinanzierungen verglichen mit dem Vorjahr um 4,8 Prozent auf 264 Milliarden Euro. Der Marktanteil stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 23,7 Prozent. Auch die Kundeneinlagen legten deutlich zu. Insgesamt steigerten die Genossenschaftsbanken ihre Einlagenbestände um 26 Milliarden Euro oder 4,5 Prozent auf 608 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Hohe Ergebniskontinuität
Das rege Kundengeschäft konnte den erwarteten Rückgang bei den Zinsmargen mehr als ausgleichen. So sank zwar der Zinsüberschuss aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen um 0,4 Prozent auf 17 Milliarden Euro, während der Provisionsüberschuss aber um 5,1 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro stieg.

Der Verwaltungsaufwand legte um 2,9 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro zu. Die Personalaufwendungen schlugen mit 8,9 Milliarden Euro zu Buche – ein Zuwachs von 3,7 Prozent. Dabei sank der Personalbestand um 2,3 Prozent auf 157.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieser Rückgang beruht nahezu ausschließlich auf der Altersfluktuation. Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) erhöhte sich von 66,4 Prozent auf 67,9 Prozent.

Das Teilbetriebsergebnis als Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit sank um 3,7 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erreichte 7 Milliarden Euro, ein Rückgang von 4,4 Prozent. Der Jahresüberschuss vor Steuern verringerte sich um 7,1 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen bei rund 2 Milliarden Euro. Darüber hinaus haben die Kreditgenossenschaften im Jahr 2015 dem Fonds für allgemeine Bankrisiken 2,3 Milliarden Euro zugeführt. Diese Dotierung stärkt zusätzlich die bereits solide Eigenkapitalausstattung der Institute. Unterm Strich verbleibt somit voraussichtlich ein leicht gesunkener Jahresüberschuss von 2,1 Milliarden Euro, ein Rückgang um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 


Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
BVR Logo

Möchten Sie regelmäßig informiert werden?

Bitte wählen Sie das Thema aus, für dass Sie sich interessieren

Pressemitteilungen
Finanzpolitik aktuell
Verbraucherservice
Konjunkturberichte
Branchenberichte
Name*
Vorname*
Redaktion / Unternehmen*
Straße*
E-Mail*
PLZ*
Ort*
Telefon*
Bitte klicken Sie auf das Zahlenfeld um andere Zahlen zu erhalten.
Klicken Sie auf das Bild, um ein neues zu erzeugen.
Bitte die Zahlen eingeben

Newsletter Bestellen

Das könnte Sie auch interessieren

18 Millionen: Genossenschaftsbanken mit neuem Mitgliederrekord


mehr

Deutsche Genossenschaftsbanken erzielen Mitglieder- und Marktzuwächse bei stabiler Ergebnisentwicklung


mehr

Volksbanken und Raiffeisenbanken weiter stark: Vorsteuergewinn 7,4 Milliarden Euro / Kernkapital um 4,9 Milliarden Euro aufgestockt


mehr
Alle Pressemitteilungen