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12.03.2014

2014-03-12

Pressemitteilung

Deutsche Genossenschaftsbanken erzielen Mitglieder- und Marktzuwächse bei stabiler Ergebnisentwicklung

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"Bester Ausdruck für das Vertrauen der Bevölkerung in das genossenschaftliche Geschäftsmodell ist der starke und seit Jahren anhaltende Mitgliederzulauf", erklärt BVR-Präsident Uwe Fröhlich.
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"Die Volksbanken und Raiffeisenbanken haben das vergangene Jahr erfolgreich dazu genutzt, um neben internen Hausaufgaben, insbesondere auf der Kostenseite, ihre stabilen und verlässlichen Kundenbeziehungen weiter zu intensivieren", sagte BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Martin.
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"Nur durch risikoorientierte Beiträge lässt sich Beitragsgerechtigkeit zwischen den an der Bankenunion teilnehmenden Ländern ebenso wie zwischen den Banken erreichen und ein nachhaltig akzeptiertes System schaffen", betonte BVR-Vorstandsmitglied Gerhard Hofmann.
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Der BVR-Vorstand stellte sich den Fragen der zahlreichen Journalisten.


"Einmal mehr stellen die deutschen Genossenschaftsbanken die Nachhaltigkeit ihres Wirtschaftens unter Beweis und wachsen im Kredit- und Einlagengeschäft stärker als der Markt. Bester Ausdruck für das Vertrauen der Bevölkerung in das genossenschaftliche Geschäftsmodell ist der starke und seit Jahren anhaltende Mitgliederzulauf", erklärt Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Mit Blick auf die Bankenunion fordert der BVR-Präsident von der europäischen Politik eine Rückbesinnung auf ihr ursprüngliches Ziel der Regulierung systemrelevanter Kreditinstitute und risikoreicher Geschäftsmodelle: "Es kann nicht darum gehen, europäische Großbanken auf Kosten von Regionalbanken zu entlasten. Es ist auch nicht sinnvoll, im Markt gescheiterte europäische Banken im Wege gegenseitiger Kreditvergabe am Leben zu erhalten. Wir fordern daher nochmals sehr deutlich, die Beiträge zum Abwicklungsfonds an Risiken und Größe der Kreditinstitute auszurichten. Sonst finanzieren Genossenschaftsbanken und Sparkassen, die in der Krise die Finanzmärkte stabilisiert haben, die Abwicklung ihrer europäischen nicht überlebensfähigen Konkurrenz."

Starke Partner im Kredit- und Einlagengeschäft
Im Kreditgeschäft mit ihren über 30 Millionen Firmen- und Privatkunden legten die Genossenschaftsbanken im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent oder 19 Milliarden Euro auf 462 Milliarden Euro zu und knüpften damit an die Rekordmarken der beiden Vorjahre an. Ihre Kreditvergabe an Unternehmen und Selbstständige weiteten die Genossenschaftsbanken um 4,1 Prozent aus, während der Gesamtmarkt um 0,5 Prozent schrumpfte. Ihr Marktanteil erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent. Im Privatkundenbereich stiegen die Kreditbestände um 4,4 Prozent auf 242 Milliarden Euro, während der Gesamtmarkt lediglich um 1,4 Prozent wuchs. Dies führt zu einem Marktanteil von 22,8 Prozent, einem Plus von 0,6 Prozentpunkten gegenüber 2012. Wachstumstreiber waren langfristige Baufinanzierungen. Auch auf der Einlagenseite gewannen die Genossenschaftsbanken trotz des intensiven Wettbewerbs um den deutschen Sparer Marktanteile hinzu. Die Kundeneinlagen sind im letzten Jahr um 3,5 Prozent auf 561 Milliarden Euro gestiegen – der Marktanteil wuchs um 0,7 Prozentpunkte auf 17,0 Prozent. Der Anstieg der Bankguthaben erklärt sich aus Sparanstrengungen der Kunden sowie der hohen Popularität von Bankeinlagen als liquide und sichere Anlageform. Die Sichteinlagen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 11,1 Prozent auf 298 Milliarden Euro.

Steigende Erträge
Trotz anhaltender Niedrigzinsphase konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken im zurückliegenden Jahr den Zinsüberschuss um 2,2 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro steigern. Auch der Provisionsüberschuss stieg leicht um knapp 100 Millionen Euro auf 4,2 Milliarden Euro. Treiber waren hier vor allem eine hohe Kundennachfrage nach Bauspar- und Versicherungsprodukten sowie eine sich belebende Nachfrage nach Fonds. Auf der Kostenseite unternahmen die Volksbanken und Raiffeisenbanken weitere Anstrengungen, effizienter zu werden und die eigene Kostenstruktur zu verbessern. Insgesamt ist der Verwaltungsaufwand leicht um 0,8 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro gestiegen. Dabei haben die Personalaufwendungen aufgrund neuer regulatorischer Anforderungen und umfangreicher Berichtspflichten, die kleinere und mittelgroße Institute besonders hart treffen, zugenommen. Die Aufwands-Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich leicht um 1 Prozentpunkt auf 66,3 Prozent im Jahr 2013. Das Teilbetriebsergebnis stieg um 5,2 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis vor Bewertung erreichte 7,5 Milliarden Euro, nach 7,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Kreditgenossenschaften wiesen 2013 ein positives Bewertungsergebnis von rund 200 Millionen Euro aus. Im Vergleich zu 2012 ging das Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken um knapp 11 Prozent auf minus 375 Millionen Euro zurück und liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit 2003. Nach hohen Wertaufholungen im Vorjahr liegt das Bewertungsergebnis Wertpapiere 2013 in langfristiger Betrachtung auf moderatem Niveau bei minus 450 Millionen Euro und damit in etwa in Höhe des Durchschnitts der letzten zehn Jahre.

Gute Kapitalbasis
Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken wurden insgesamt 2,9 Milliarden Euro zugeführt. Dies dokumentiert einmal mehr die Solidität der genossenschaftlichen Bankengruppe, die sich auf die neuen regulatorischen Anforderungen an das Eigenkapital nach der Capital Requirement Regulation (CRR) einstellt. Entsprechend robust zeigt sich auch die bilanzielle Eigenkapitalbasis. Im Jahresverlauf 2013 steigerten die Institute das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 5,2 Prozent auf 42,6 Milliarden Euro. Deutlich zugelegt haben die Rücklagen um 5,7 Prozent auf 31,8 Milliarden Euro. Auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 3,9 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro. Insgesamt verfügen die Kreditgenossenschaften über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden. Das Kernkapital wurde um 5,4 Milliarden Euro auf 53,1 Milliarden Euro gestärkt. Die Kernkapitalquote stieg dadurch um 0,9 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent. Der Solvabilitätskoeffizient erreicht nun 16,7 Prozent und erhöht sich damit um 0,8 Prozentpunkte. Insgesamt erwirtschafteten die Kreditgenossenschaften 2013 einen Jahresüberschuss vor Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag lagen wie im Vorjahr bei rund 2,0 Milliarden Euro. Nach Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken verbleibt ein Jahresüberschuss von 2,6 Milliarden Euro. Das sind 15,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ausblick 
Für das laufende Jahr 2014 erwarten die Genossenschaftsbanken aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase einen leicht rückläufigen Zinsüberschuss. Die aktuellen Regulierungsinitiativen werden zu weiter steigenden administrativen Belastungen führen. Demgegenüber gehen vom konjunkturellen Umfeld für Realwirtschaft und Mittelstand und damit auch für die genossenschaftliche Bankengruppe positive Impulse aus.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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