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15.09.2016

2016-09-15

Pressemitteilung

Weltspartag: Sparen bleibt trotz Niedrigzins wichtig

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Die Sparquote, also das Verhältnis von Erspartem und verfügbaren Einkommen, lag im ersten Halbjahr dieses Jahres saisonbereinigt bei 9,7 Prozent und damit nur geringfügig unter ihrem langjährigen 10-Jahresschnitt.
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Die Geldvermögensbildung der deutschen Haushalte hat 2015 noch einmal deutlich um 27 Milliarden Euro auf 184,1 Milliarden Euro zugelegt.
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Das Geldvermögen der Deutschen ist im vergangenen Jahr ebenfalls deutlich gestiegen. Ende 2015 belief es sich auf 5.485 Milliarden Euro.


Warum sparen sich trotz niedriger Zinsen bezahlt macht
 



Die aktuellen Zahlen zum Sparverhalten zeigen, dass die Bundesbürger trotz Niedrigzinsniveau das Sparen weiterhin ernst nehmen. So lag die Sparquote, also das Verhältnis von Erspartem und verfügbaren Einkommen, im ersten Halbjahr dieses Jahres saisonbereinigt bei 9,7 Prozent. Sie lag damit nur geringfügig unter ihrem langjährigen 10-Jahresschnitt. Auch zeigt die alljährliche Umfrage des BVR zum Sparverhalten der Bundesbürger, dass die Sparanstrengungen der Bundesbürger aktuell ähnlich hoch ausfallen wie 2015. 

Ersparnisse spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung zukünftiger finanzieller Herausforderungen. Die Sparmotive reichen dabei von Sparen für größere Anschaffungen über unvorhergesehene Ausgaben bis hin zur privaten Altersvorsorge. Die private Altersvorsorge wiederum ist in den vergangenen Jahren angesichts des rückläufigen Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung wichtiger geworden. „Die private Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein zur Schließung der Rentenlücke“, so Martin. Allerdings erschwere das aktuell niedrige Zinsniveau es den Bundesbürgern, ausreichend für das Alter vorzusorgen. „Es ist ganz klar die Verantwortung der Europäischen Zentralbank, diese durch ihre ultralockere Geldpolitik bewirkte Fehlsteuerung zu beenden und ein Zinsniveau anzustreben, das langfristige Sparanstrengungen wieder stärker belohnt“, so der BVR-Vorstand weiter. 

Starke Geldvermögensbildung 
Die Geldvermögensbildung der deutschen Haushalte hat 2015 noch einmal deutlich um 27 Milliarden Euro zugelegt. In Folge kräftiger Einkommenszuwächse, solider Sparbeträge und einer höheren Kreditaufnahme brachten die Bundesbürger in der Summe 184,1 Milliarden Euro für die Geldvermögensbildung auf. Der positive Trend in der Geldvermögensbildung setzte sich in diesem Jahr fort. 

Den größten Zuspruch verzeichneten Bankeinlagen. Im Jahre 2015 konnten sie einen Zufluss in Höhe von 86,6 Milliarden Euro verzeichnen. Liquide Bankprodukte waren besonders gefragt. Profiteure der niedrigen Zinsen waren 2015 vor allem die Wertpapiere, die mit 31,9 Milliarden Euro einen deutlich höheren Zufluss verzeichneten als ein Jahr zuvor. Dabei waren Anteilsrechte und Investmentfonds besonders beliebt. Rentenpapiere wurden hingegen unterm Strich abgestoßen. Das Versicherungssparen stieg im vergangenen Jahr bereinigt um verzinslich angesammelte Überschussanteile um 65,5 Milliarden Euro und damit ähnlich hoch wie im Vorjahr. 

Geldvermögen der Bundesbürger bei rund 5,5 Billionen Euro
Das Geldvermögen der Deutschen ist im vergangenen Jahr ebenfalls deutlich gestiegen. Ende 2015 belief es sich auf 5.485 Milliarden Euro. Das waren rund 242 Milliarden Euro mehr als 2014. Im ersten Quartal dieses Jahres setzte sich der Anstieg auf 5.502 Milliarden Euro fort. Gespeist wurde das Wachstum zum einen von der Geldvermögensbildung und zum anderen von Kursgewinnen bei Wertpapieren. Das gesamte Vermögen der Bundesbürger, inklusive Immobilien- und Gebrauchsvermögen, lag nach Schätzung des BVR Ende 2015 bei 13.793 Milliarden Euro. Bereinigt um die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte in Höhe von 1.645 Milliarden Euro ergibt sich damit ein Reinvermögen in Höhe von 12.148 Milliarden Euro. 


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