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27.07.2016

2016-07-27

Verbraucherservice

Taschengeld: ja oder nein? – Warum ein eigenes Budget für Kinder und Jugendliche Sinn macht

Sprecherin: Taschengeld ist eine gute Sache: Schließlich können die Kids dadurch lernen, wie man verantwortungsbewusst mit Geld umgeht. Da sind sich die meisten Eltern hierzulande einig. In anderen Punkten scheiden sich jedoch die Geister. Zum Beispiel bei der Frage, wann man mit dem Taschengeld anfangen sollte.

O-Ton 1 (Umfrage Erwachsene 1, 0:25 Min.): Mann: "Vielleicht ab zehn Jahren, wenn sie schon ein bisschen rechnen können.“ Frau: "Ab fünf würde ich sagen. Unsere Tochter ist acht, die kriegt jeden Sonntag drei Euro. Und wenn es weg ist, ist es weg.“ Mann: "Mein Sohn, der ist jetzt sechs. Der bekommt noch kein regelmäßiges Taschengeld. Wenn er dann jetzt auch in diesem Jahr in die Schule kommt, kann man vielleicht langsam mal damit anfangen.“ Frau: "Spätestens irgendwie in der weiterführenden Schule sollten die so ein kleines Taschengeld bekommen, damit die auch überhaupt mal lernen, was so eine neue Jeans kostet und die Mama da ganz schön lange für arbeiten muss.“

Sprecherin: Laut einer TNS-emnid-Umfrage für den Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken – kurz BVR – würden 44 Prozent der Deutschen schon ab der Einschulung Taschengeld geben. Etwa 46 Prozent halten es hingegen für besser, erst später damit anzufangen. Aber wie viel Taschengeld gibt es eigentlich?

O-Ton 2 (Umfrage Kids 1, 0:22 Min.): Mädchen: "Ich bekomme im Monat zwanzig Euro.“ Junge: "Ich kriege pro eine Woche drei Euro. Und ich habe das schon mit neun Jahren gekriegt, das Taschengeld.“ Mädchen: "Als ich fünf war: Einen Euro. Und heute bekomme ich drei in der Woche.“ Junge: "Ich bin vier Jahre alt. Ich bekomme einen Euro pro Tag von Mama und Papa.“ Junge: "Ich kriege 30 Euro im Monat.“

Sprecherin: Die Höhe machen Eltern am besten von Alter und Entwicklungsstand des Kindes abhängig. Zur Orientierung: für 14-Jährige empfehlen die Jugendämter ein Taschengeld von 25 Euro monatlich. Wofür das Geld ausgegeben wird, sollte dabei grundsätzlich Sache der Kinder sein. Ein Punkt, mit dem sich einige Eltern schwer tun:

O-Ton 3 (Umfrage Erwachsene 2, 0:20 Min.): Frau: "Wenn sie jetzt natürlich shoppen gehen und die holen sich lieber Eis anstatt der Jeans. Da muss man, finde ich, die erste Zeit noch ein bisschen mit drauf achten.“ Mann: "Ab und zu bekommt er schon mal eins, zwei Euro von uns zugesteckt. Da wollen wir dann aber auch schon sehen, was er sich kauft. Da haben wir schon ein Auge drauf.“ Frau: "Das ist eher so nach der Schule mal mit den Freunden ein paar Gummibärchen holen oder so. Da achte ich schon drauf, dass es jetzt nicht für irgendwelche anderen Sachen drauf geht.“

Sprecherin: Mit dieser Haltung stehen Sie nicht alleine da. In der BVR-Umfrage sprach sich mehr als die Hälfte dafür aus, auf jeden Fall ein Auge darauf zu haben. Eines sollten Sie dabei immer im Hinterkopf haben: Taschengeld ist sozusagen Übungsgeld. Seien Sie also – besonders anfangs – nicht zu hart, wenn Ihr Spross sein Budget aufgebraucht hat, lange bevor der Monat vorbei ist. Erfüllen Sie aber auch nicht immer gleich jeden Wunsch, der über das vereinbarte Taschengeld hinaus geht.

Abmoderationsvorschlag: Taschengeld ist also wichtig. Dabei sollte es nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig sein. Wenn Sie sich unsicher sind: jede Menge nützliche Tipps unter anderem zum Thema Taschengeld finden Sie auch im Netz auf dem Schulserviceportal der Volksbanken und Raiffeisenbanken unter www.jugend-und-finanzen.de.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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