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11.07.2017

2017-07-11

Pressemitteilung

Mit 8,3 Milliarden Euro vor Steuern weiterhin auf hohem Ertragsniveau / Genossenschaftliche FinanzGruppe legt konsolidierten Abschluss 2016 vor

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BVR-Präsident Uwe Fröhlich: "Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 8,3 Milliarden Euro präsentiert die genossenschaftliche Bankengruppe ein solides Ergebnis."
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BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin: "Die genossenschaftliche FinanzGruppe rangiert europaweit betrachtet weiterhin unter den sehr ertragsstarken retailbasierten Bankengruppen."
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BVR-Vorstand Gerhard Hofmann: "Die robuste Kapitalbasis sichert Handlungsspielräume, im Kundengeschäft weiter zu wachsen und die Herausforderungen der Niedrigzinsphase, der Digitalisierung, der Regulatorik sowie des Wettbewerbs aufzunehmen."
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BVR-Pressekonferenz zum Konsolidierten Jahresabschluss 2016 in der DZ BANK in Frankfurt.


„Die genossenschaftliche FinanzGruppe ist im Markt erfolgreich, verfügt über eine breite Kundenakzeptanz, weist eine starke bilanzielle Kapitalausstattung auf und kann die Risiken aus der Niedrigzinspolitik aus eigener Kraft auch längerfristig tragen“, erklärt Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Mit Großprojekten im Vertriebs- und Digitalisierungsumfeld und einem effizienten Organisationsumbau gestalte die FinanzGruppe die Zukunft. „Unsere Kunden begleiten wir in die Welt des digitalen Bankings und dennoch werden der persönliche Kontakt und die qualitativ hochwertige Beratung wesentliche Elemente unseres genossenschaftlichen Geschäftsmodells bleiben“, so Fröhlich weiter.

Ausdruck des starken Kundengeschäftes ist ein um 2,8 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro gestiegener Provisionsüberschuss. Der Zinsüberschuss, geprägt durch die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase, betrug 18,8 Milliarden Euro, nach 20,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Ihr bilanzielles Eigenkapital konnte die FinanzGruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr aus eigener Kraft auf 98,6 Milliarden Euro erneut deutlich ausbauen.

Mit Blick auf die künftige Gestaltung der Eurozone und die Debatte um die Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion erteilte Fröhlich einer gemeinsamen Verschuldung über Eurobonds eine Absage. Fröhlich: „Solange über die Ausrichtung der Finanzpolitik weitgehend auf nationaler Ebene entschieden wird, sind Eurobonds indiskutabel. Der Euroraum braucht nicht eine gemeinsame Schuldenaufnahme, sondern eine bessere Haushaltskontrolle.“ Über die Idee eines Eurofinanzministers könne man aber reden. „Ein Eurofinanzminister könnte beim Europäischen Stabilitätsmechanismus angesiedelt werden und braucht ausreichend Kontroll- und Durchgriffsrechte der Gemeinschaft auf die nationalen Haushaltspolitiken“, so Fröhlich. So könne es dem Euroraum gelingen, die zu hohen Schulden der öffentlichen Hand schrittweise zurückzuführen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte der konsolidierte Jahresüberschuss der genossenschaftlichen FinanzGruppe nach Steuern 5,9 Milliarden Euro – nach 7,0 Milliarden Euro im Vorjahr. Mit einer Erhöhung um 4,6 Prozent auf über 1,2 Billionen Euro im Jahr 2016 weist die konsolidierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen FinanzGruppe ein stabiles Wachstum auf. Größter Wachstumstreiber auf der Aktivseite der konsolidierten Bilanz war absolut gesehen das Kundenkreditgeschäft. Langfristige private Baufinanzierungen wurden auch 2016 wieder stark nachgefragt. Die Kundenkredite stiegen insgesamt um 4,6 Prozent auf 733,2 Milliarden Euro im Berichtsjahr. Im Kreditgeschäft mit Firmenkunden (Kredite an nichtfinanzielle Unternehmen und Selbstständige) legten die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Wesentlichen bei den Krediten an Dienstleister zu. Bei den Kundeneinlagen konnte die FinanzGruppe um 4,7 Prozent auf 774,3 Milliarden Euro zulegen und sorgt damit für eine weiterhin gesunde Finanzierungsstruktur. Ihre Wachstumschancen nehmen die Institute auch 2017 wahr: So steigerten die Genossenschaftsbanken im Kundenkreditgeschäft bereits per Ende März 2017 ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,3 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent. Für 2017 erwartet die genossenschaftliche FinanzGruppe ein zufriedenstellendes Ergebnis leicht unter dem Wert des Jahres 2016.

Weiteres Material unter: www.bvr.de/KJA



Hintergrundinformation zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken: 
Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die Sparda-Banken, die PSD Banken, die genossenschaftlichen Kirchenbanken sowie die Spezialinstitute vereinen das Kapital der genossenschaftlichen FinanzGruppe – einschließlich der Zentralbank DZ BANK AG – fast vollständig auf sich. Sie betreuen über 30 Millionen Kunden, von denen 18,4 Millionen als Mitglieder Geschäftsanteile an den Kreditgenossenschaften halten. Die Eigentümerstruktur der genossenschaftlichen Bankengruppe ist damit sehr breit und vollständig in privater Hand.

Die Zentralbank und Verbundunternehmen, zu denen neben der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, der DG HYP – Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, der Union Asset Management Holding AG und der R+V Versicherung AG unter anderem auch die Münchener Hypothekenbank eG, die WL BANK AG Westfälische Landschaft Bodenkreditbank, die VR Leasing Gruppe, die TeamBank AG Nürnberg und die DZ PRIVATBANK S.A. gehören, stellen den Volksbanken und Raiffeisenbanken Allfinanzprodukte und -leistungen zur Verfügung, die von den Ortsbanken im Rahmen ihrer jeweiligen Positionierung im Markt bedarfsgerecht angeboten werden können. Der BVR ist das strategische Kompetenzzentrum der genossenschaftlichen Bankengruppe und vertritt als Spitzenverband der Kreditwirtschaft bundesweit und international die Interessen der genossenschaftlichen Bankengruppe.

Der BVR betreibt ferner ein duales System der Institutssicherung. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft BVR Institutssicherung GmbH ist amtlich als Einlagensicherungssystem anerkannt und stellt – neben der Institutssicherung – den gesetzlichen Auftrag sicher, im Fall einer Bankinsolvenz die Entschädigung der Einleger nach Maßgabe des Einlagensicherungsgesetzes vorzunehmen. Die Sicherungseinrichtung des BVR gewährleistet als zusätzliches, freiwilliges System ebenfalls die Einlagensicherung über den Weg der Institutssicherung. 


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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