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25.09.2013

2013-09-25

Konjunktur

BVR fordert Binnennachfrage wachstumsgerecht stärken

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Eine zentrale Ursache für die strukturell schwache Binnennachfrage seien die geringen Investitionen in Deutschland, unterdurchschnittlich sei aber auch der private Verbrauch gewachsen. "Ziel der Bundesregierung sollte es daher sein, konsequent Investitionshemmnisse zu identifizieren und zu beseitigen", so Martin weiter. Im Trend der vergangenen Jahre hat sich die Binnennachfrage zwar als stabilisierendes Element der Konjunktur bewährt und teilweise auch große Teile des Wachstums getragen. Im längerfristigen Trend ist sie jedoch deutlich schwächer gewachsen als die Außenwirtschaft. Besonders schwach haben sich in Deutschland seit der Jahrtausendwende die Investitionen entwickelt. Das unausgewogene Verhältnis von Binnen- und Außenwirtschaft spiegelt sich in dem extrem hohen Leistungsbilanzüberschuss Deutschlands wider. Die Exportstärke Deutschlands ist Ausdruck der sehr hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, die ein unverzichtbares Standbein der deutschen Wirtschaft darstellt. Doch habe sich der Wachstumsimpuls der Außenwirtschaft seit der Jahrtausendwende nur sehr eingeschränkt auf die Binnenwirtschaft und auf die Importe übertragen. Seit dem Jahr 2000 ist die Binnennachfrage in Deutschland preisbereinigt um sieben Prozent gestiegen und damit nur halb so stark wie die gesamtwirtschaftliche Produktion (14 Prozent). Diese Lücke dürfte sich auch nur zu einem geringen Teil schließen, wenn die Konjunktur ihre Erholung in diesem und dem kommenden Jahr fortsetzt. Um die Balance zwischen der Entwicklung der Binnen- und der Außenwirtschaft wieder herzustellen, sollte die Wirtschaftspolitik nach Wegen zur Stärkung der Investitionen, aber auch der Beschäftigung und damit auch des privaten Verbrauchs suchen. So wird trotz der großen Erfolge am Arbeitsmarkt heute – in Stunden gerechnet – immer noch weniger gearbeitet als Mitte der 1990er Jahre. Zu einer nachhaltigen Stärkung der Binnennachfrage trägt aber auch eine Stärkung der Beschäftigungsanreize im Steuer- und Abgabensystem bei. Die Stärkung der Binnennachfrage darf nicht auf Kosten der Exportstärke und damit auch auf Kosten des langfristigen Wachstums geschehen. Klassisch keynesianische Instrumente wie etwa Lohnsteigerungen oberhalb der Produktivitätszuwächse oder staatliche Ausgabenprogramme sind deswegen ungeeignet, da sie die Wachstumskräfte beeinträchtigen und die notwendige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte gefährden.

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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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