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16.07.2012

2012-07-16

Konjunktur

BVR-Umfrage: Deutsche sparen tatkräftig / Vorsorgebedarf aber noch nicht gedeckt

"Eine mangelnde Sparbereitschaft ist bei den Bundesbürgern nicht festzustellen, aber dem Sparwillen sind bei einigen Bürgern teilweise finanzielle Grenzen gesetzt", erläutert Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des BVR. Besonders junge Bundesbürger sowie Geringverdiener würden eine hohe Diskrepanz zwischen Vorsorgebedarf und tatsächlichem Sparbetrag aufweisen, obwohl sie ihre Sparfähigkeit weitestgehend ausnutzen. "Die weiterhin gute Einkommensentwicklung der privaten Haushalte in diesem Jahr dürfte aber helfen, die Sparfähigkeit der Bundesbürger zu erhöhen und damit die Sparlücke ein Stück weit zu schließen", so Martin.

Der Umfrage zufolge lag der maximal mögliche monatliche Sparbetrag der befragten Bundesbürger, also der Teil des verfügbaren Einkommens, der nicht unmittelbar für Konsumausgaben verwendet wird, bei durchschnittlich 185 Euro. Tatsächlich sparten die Bundesbürger 20 Euro im Monat weniger, also im Schnitt 165 Euro. Ihr aktuelles Sparpotenzial erfüllten die Bundesbürger damit zu knapp 90 Prozent. Der Sparwille in der Bevölkerung ist aber deutlich höher: Zur Erfüllung ihrer Ziele bräuchten die Bundesbürger nach eigener Meinung im Durchschnitt 234 Euro. Die Differenz zwischen Sparwunsch und dem tatsächlich zurückgelegten Geld weist eine Sparlücke von 69 Euro im Monat auf. Die Sparlücke dürfte sich 2012 tendenziell verringern. "Vor dem Hintergrund anhaltend steigender Einkommen dürften die Bundesbürger in diesem Jahr ihren Konsum und ihre Ersparnis in etwa gleichem Maße steigern, nachdem sie im vergangenen Jahr ihr zusätzliches Einkommen fast ausschließlich für konsumtive Zwecke verwendetet hatten", erwartet Martin. Die Sparquote, also das Sparen im Verhältnis zum verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, war nach den Zahlen des Statistischen Bundeamtes in 2011 um 0,4 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent zurückgegangen.

Für dieses Jahr rechnet der BVR mit einer Sparquote von 11 Prozent. Die Geldvermögensbildung der privaten Haushalte ist in 2011 angesichts der deutlich gestiegenen Investitionen der Bundesbürger in Wohnimmobilien um 5 Milliarden Euro auf 148,8 Milliarden Euro zurückgegangen. Bankeinlagen blieben dabei wie in den Jahren zuvor die beliebteste Anlageform der Deutschen. Angesichts des historisch niedrigen Zinsniveaus wurden dabei Sichteinlagen bevorzugt. Insgesamt flossen Banken per Saldo 66,7 Milliarden Euro in 2011 zu. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen inklusive Pensionsrückstellungen stiegen im gleichen Zeitraum um 56,2 Milliarden Euro, Wertpapiere zogen lediglich knapp eine Milliarde Euro auf sich. Das gesamte Geldvermögen der Deutschen betrug Ende 2011 4.715 Milliarden Euro. Das waren nur knapp 57 Milliarden Euro mehr als Ende 2010. Dem soliden Anstieg der Geldvermögensbildung standen beträchtliche Kursverluste an den internationalen Börsen gegenüber.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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