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27.11.2014

2014-11-27

Branchenberichte

Umsatzwachstum der Immobilienmakler schwächt sich ab

Im Jahr 2012 erzielten die in der Umsatzsteuerstatistik erfassten rund 31.000 steuerpflichtigen Immobilienmakler einen Gesamtumsatz von gut 10 Milliarden Euro. Die Branche ist zahlenmäßig durch klein- und mittelständischen Firmen geprägt. Darauf deuten zumindest die aktuellen Daten der Dienstleistungsstatistik hin. Demnach hatten in 2012 nahezu 90 Prozent der Maklerunternehmen einen Personalbestand von bis zu vier Beschäftigten. 
 

Zu den Kernaufgaben der Immobilienmakler gehört die Bereitstellung von Informationen über Standorte und Lage, Größe, Qualitätsmerkmale sowie Preise von Immobilienobjekten. Die Unternehmen generieren ihre Erträge in erster Linie durch die für Anbieter und/oder Nachfrager gebührenpflichtige Vermittlung von Immobilien. Diese Vermittlungsfunktion wird allerdings auch von Banken, Bausparkassen und Versicherern übernommen. Darüber hinaus bieten Immobilienmakler teilweise Leistungen wie die Verwaltung von Grundstücken und Bauwerken, die Beratung bei der Finanzierung von Projekten sowie die Erstellung von Wertgutachten und Nutzungskonzepten an.

Die Branchenkonjunktur ist gemäß dem Immobilienkonjunktur-Index der BulwienGesa AG weiterhin aufwärtsgerichtet. Obgleich einige Teilindizes des Immobilienklimas zuletzt etwas nachgegeben haben, zeichnet sich derzeit noch keine Trendumkehr ab. Zudem ist mit einem weiteren Anstieg der Wohnungsfertigstellungen zu rechnen. So dürfte die Anzahl der neuen Eigenheime in 2015 gegenüber 2014 um etwa 5.000 auf 110.000 Wohneinheiten steigen. Im Geschosswohnungsbau zeichnet sich sogar ein Zuwachs um rund 20.000 auf 130.000 Wohneinheiten ab. Bei den Immobilienpreisen dürfte es ebenfalls zu weiteren Anstiegen kommen. Die Zuwachsraten werden aber voraussichtlich geringer ausfallen als zuvor.

Eine wichtige Grundlage zur Beurteilung der Ertragslage der Immobilienmakler sind die Betriebsvergleiche des „Center for Real Estate Studies“. Dem letzten Betriebsvergleich zufolge erwirtschafteten die einbezogenen Unternehmen in 2012 im Mittel ein betriebswirtschaftliches Ergebnis in Höhe von knapp 10 Prozent des Nettoumsatzes. Auch in den Jahren 2013 und 2014 dürfte die Ertragslage im Branchendurchschnitt noch gut gewesen sein. In 2015 ist bei einer weiter steigenden Zahl von Wettbewerbern, einem erhöhten Aufwand bei der Objektakquisition und zunehmenden Personalkosten aber nur noch mit einem insgesamt zufriedenstellenden Ertragsniveau zu rechnen.

Aktuell gehört die geplante Einführung des Bestellerprinzips für Maklerverträge zu einem der wichtigsten Themen der Branche. Den Immobilienmaklern drohen viele Aufträge wegzubrechen, wenn stets der Auftraggeber die Maklerprovision zu zahlen hat. Bisher erteilen überwiegend die Verkäufer und Vermieter die Aufträge. Die Maklerverbände sehen in dem Bestellerprinzip einen Eingriff in die Berufs- und Vertragsfreiheit, gegen den im Rahmen einer Verfassungsbeschwerde vorgegangen werden soll.

Das „VR Branchen special“ informiert in 100 Berichten über 160 vorwiegend mittelständisch geprägte Branchen der deutschen Wirtschaft. Jeder Bericht enthält Analysen und Prognosen zur Struktur der Branche, zu konjunkturellen Perspektiven und zur betriebswirtschaftlichen Situation. Außerdem werden Wettbewerbsposition und -fähigkeit, strategische Defizite und unternehmerische Optionen der jeweiligen Unternehmen aufgezeigt. Die Berichte werden vom ifo Institut, München erstellt und halbjährlich aktualisiert. Das Gesamtpaket wird vom DG VERLAG (www.dgverlag.de) vertrieben. Jeden Monat erscheint ein Bündel von 16 bis 17 aktualisierten Berichten. Die einzelnen Berichte sind bei Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Herausgeber der Berichte ist der BVR.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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