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09.12.2010

2010-12-09

Branchenberichte

Schuheinzelhandel dürfte das Jahr 2010 mit einem Umsatzplus abschließen

Begünstigt durch die zunehmende Entspannung am Arbeitsmarkt und die gute Verbraucherstimmung hat sich die Situation des Schuheinzelhandels nach dem krisenbedingten Tief des Vorjahres spürbar verbessert. Die vom ifo Institut befragten Schuhhändler haben ihre Geschäftslage und ihre Perspektiven zuletzt so optimistisch beurteilt wie seit Jahren nicht mehr. Hierzu dürften auch die Verbraucherpreise für Schuhe beigetragen haben, die – im Gegensatz zu den stagnierenden Herstellerpreisen – im ersten Halbjahr 2010 um 1 Prozent über das Vorjahresniveau gestiegen sind. Auch im nächsten Jahr ist bei positiven Einkommenserwartungen und einer anhaltend guten Kauflaune mit einem Umsatzzuwachs zu rechnen. Die Ertragslage in der Branche dürfte sowohl im Jahr 2010 als auch im Jahr 2011 ein zufriedenstellendes Niveau erreichen.

Der aktuellen Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes zufolge waren im Jahr 2008 im Schuheinzelhandel rund 5.400 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt etwa 5,9 Milliarden Euro tätig. Gut 80 Prozent der Unternehmen erzielte einen Jahresumsatz von bis zu 500.000 Euro, was den mittelständischen Charakter der Branche verdeutlicht. Allerdings haben die großen Schuhhandelsgruppen – hierzu gehören Deichmann, Siemes, Görtz, Leiser und die Hamm-Reno-Group – ihre Marktposition in der Vergangenheit deutlich ausgebaut, sodass auf diese inzwischen mehr als 40 Prozent des Branchenumsatzes entfallen. Zudem fragen die Konsumenten zu einem bedeutenden Teil Schuhe über branchenfremde Bezugskanäle – vor allem Sport- und Modeeinzelhandel sowie Internet- und Versandhandel – nach. Nach Warengruppen differenziert entfielen im Jahr 2009 über 60 Prozent des Umsatzes auf Damenschuhe. Mit Herren-, Sport- und Kinderschuhen wurden rund 20 Prozent, 9 Prozent beziehungsweise 8 Prozent des Branchenumsatzes erzielt. Diese Zahlen spiegeln das unterschiedliche Nachfrageverhalten wider. So steht bei Männern oftmals der Ersatzbedarf von Standardschuhen im Vordergrund, während bei Frauen tendenziell häufiger modische Aspekte Berücksichtigung finden. Angesichts des schwierigen Wettbewerbsumfelds sind die Unternehmen des mittelständischen Schuheinzelhandels nach wie vor gefordert, sich kritisch mit ihrem Profil auseinander zu setzen. Hierbei ist zu prüfen, inwieweit die Sortiments- und Preisgestaltung, das Ambiente des Verkaufsraums sowie die Darstellung von Geschäftsführung und Personal für den potenziellen Kunden attraktiv sind. Durch zusätzliche Investitionen in die Gestaltung der Verkaufsflächen und Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter lassen sich bisher ungenutzte Ertragspotenziale erschließen. Auch kann eine Neuausrichtung in zukunftsträchtigen Marktnischen zu einem Wettbewerbsvorteil führen. Ein Zukunftsmarkt ist in "Wellness"-Schuhen zu sehen, die in mehreren Weiten, mit Tieffußbetten oder Schock-Absorbern angeboten werden.

Zur Studie "VR Info Branchen special"
Das "VR Info Branchen special" informiert über hundert vorwiegend mittelständisch geprägte Branchen der deutschen Wirtschaft. Jeder Bericht enthält Analysen und Prognosen zur Struktur der Branche, zu konjunkturellen Perspektiven und zur betriebswirtschaftlichen Situation. Außerdem werden Wettbewerbsposition und -fähigkeit, strategische Defizite und unternehmerische Optionen der jeweiligen Unternehmen aufgezeigt. Die Berichte werden vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung, München erstellt und halbjährlich aktualisiert. Das Gesamtpaket wird vom DG VERLAG (www.dgverlag.de) vertrieben. Jeden Monat erscheint ein Bündel von 16 bis 17 aktualisierten Berichten. Die einzelnen Berichte sind bei Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Herausgeber der Berichte ist der BVR.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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