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05.04.2016

2016-04-05

Branchenberichte

Bekleidungseinzelhandel profitiert von der günstigen Konsumkonjunktur

Im Jahr 2013 hatten die in der jüngsten Umsatzsteuerstatistik erfassten knapp 20.000 Bekleidungseinzelhändler einen Umsatz in Höhe von insgesamt gut 29 Milliarden Euro erwirtschaftet. Charakteristisch für die Branchenstruktur ist das Nebeneinander von einerseits einer Vielzahl eigenständiger kleiner und mittelständischer Unternehmen und anderseits der Präsenz großer Bekleidungsfilialisten. So befanden sich 2013 rund zwei Drittel der Händler in einer Größenklasse von bis zu 250.000 Euro Jahresumsatz. Ihr Anteil am Gesamtumsatz belief sich allerdings lediglich auf knapp fünf Prozent. Demgegenüber generierten die 32 umsatzstärksten Unternehmen über die Hälfte des Branchenumsatzes.

Neben den traditionellen Bekleidungseinzelhändlern und großen Bekleidungsfilialisten sind auf dem Markt auch einige Markenhersteller sowie branchenfremde Anbieter wie SB-Warenhäuser und Lebensmitteldiscounter aktiv. Gut 20 Prozent des Branchenumsatzes wird mittlerweile in Online-Shops erwirtschaftet, die nicht nur von reinen Internetunternehmen sondern in wachsender Zahl auch von originär stationären Händlern betrieben werden.

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen gestalten sich für die Branche weiterhin günstig. So gehen die Fachleute des ifo Instituts davon aus, dass sich das Wachstum der privaten Konsumausgaben im Zuge solide steigender verfügbaren Einkommen und der anhaltend guten Arbeitsmarktlage in 2016 etwas beschleunigen wird. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen allerdings, dass ein Anstieg des Privatkonsums nicht automatisch zu höheren Umsätzen im Bekleidungseinzelhandel führt. Grund hierfür ist die weitgehende Marktsättigung in Deutschland und die Konkurrenz von Bekleidung mit anderen attraktiven Konsumgütern.

Anhaltspunkte zur betriebswirtschaftlichen Lage der Branche können dem Betriebsvergleich des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels entnommen werden. Im letzten Betriebsvergleich, der sich auf das Jahr 2014 bezieht, erzielten die teilnehmenden Unternehmen einen durchschnittlichen Gewinn in Höhe von zwei Prozent des Bruttoumsatzes. Die Ertragslage dürfte daher im Branchenmittel ausreichend gewesen sein. In 2015 machten den Unternehmen hohe Preisabschriften zu schaffen, die allerdings vielfach durch verstärkte Anstrengungen zur Kostenreduktion kompensiert werden konnten. Auch in 2016 dürfte die Einschätzung einer insgesamt ausreichenden Ertragslage ihre Gültigkeit behalten.

Eine Voraussetzung für die erwarte Umsatzsteigerung in 2016 ist, dass es den traditionellen Händlern gelingt, sich durch scharf zugeschnittene Konzepte am Markt zu positionieren. Eine solche Positionierung bietet die Chance, dem zunehmenden Wettbewerb aktiv entgegen zu treten. Von zentraler Bedeutung ist es dabei, die Bedürfnisse der eigenen Kundschaft zu kennen und auf dieser Grundlage ein abgestimmtes Sortimentsmix im richtigen Preis-Leistungsverhältnis zusammenzustellen. Beispielsweise kann eine Spezialisierung auf „Große Größen“ durchaus lohnend sein.

Das „VR Branchen special“ informiert in 100 Berichten über 160 vorwiegend mittelständisch geprägte Branchen der deutschen Wirtschaft. Jeder Bericht enthält Analysen und Prognosen zur Struktur der Branche, zu konjunkturellen Perspektiven und zur betriebswirtschaftlichen Situation. Außerdem werden Wettbewerbsposition und -fähigkeit, strategische Defizite und unternehmerische Optionen der jeweiligen Unternehmen aufgezeigt. Die Berichte werden vom ifo Institut, München erstellt und halbjährlich aktualisiert. Das Gesamtpaket wird vom DG VERLAG (www.dgverlag.de) vertrieben. Jeden Monat erscheint ein Bündel von 16 bis 17 aktualisierten Berichten. Die einzelnen Berichte sind bei Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Herausgeber der Berichte ist der BVR.

Journalisten können den Branchenbericht beim BVR anfordern.


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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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