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12.06.2014

2014-06-12

BVR aktuell

Sicherheit und Datenschutz sind wichtigste Anforderungen an Bankgeschäfte im Internet

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v.l.n.r: Lena-Sophie Müller, Initiative D21, Jens-Olaf Bartels, Initiative D21 und Fiducia IT AG, Uwe Fröhlich, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Robert A. Wieland, Initiative D21 und TNS Infratest


Wie die Erhebung weiter ergab, lehnen 19 Prozent der Befragten das Online-Banking bewusst ab. Als Hauptgrund nennen sie Sicherheitsvorbehalte. Insbesondere die Angst vor Betrug wird von rund drei Viertel der Ablehner geäußert, wenngleich nur knapp zwei Prozent aller Befragten angaben, im Online-Banking bereits einen finanziellen Schaden erlitten zu haben. Keine Akzeptanz für nutzungsabhängige Sicherheitsgebühr beim Online-Banking Gut ein Drittel ist bereit, für sichere Transaktionen bei Bankgeschäften im Internet zu bezahlen. Mit Blick auf den hierfür akzeptierten Preis zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: So sind zwölf Prozent der Befragten bereit, zwei Euro pro Monat zu bezahlen. 15 Prozent würden bis zu 50 Cent ausgeben, und für rund ein Viertel (27 Prozent) wären 25 Cent pro Monat denkbar. Mit sieben Prozent ist nur ein sehr geringer Teil dazu bereit, einen einmaligen Betrag für die Sicherheit im Online-Banking zu bezahlen. Im Durchschnitt würden die zahlungsbereiten Onliner einen einmaligen Anschaffungspreis von 19,39 Euro akzeptieren, dies liegt ungefähr drei Euro unter dem Wert von 2012. Nach wie vor verschwindend gering ist mit etwa einem Prozent die Akzeptanz für eine nutzungsabhängige Gebühr beim Online-Banking. Überweisungslimits und Benachrichtigungen als ergänzende Sicherheitsmaßnahmen Trotz der aktuellen Diskussionen rund um das Thema Datenschutz ist eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen bei den Onlinern nicht erkennbar. Die Verwendung von Sicherheitsprogrammen bleibt mit 73 Prozent nahezu auf dem Niveau von 2012. Und nach wie vor geben vier Prozent aller Befragten an, überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen für ihren eigenen Schutz zu ergreifen. Insgesamt tragen allgemeine Schutzmaßnahmen mehr dazu bei, die Sicherheit beim Online-Banking zu erhöhen. Darüber hinaus ziehen die Internetnutzer auch individuelle Maßnahmen in Betracht wie den Abschluss von Versicherungen oder sogar persönliche Vereinbarungen mit ihrer jeweiligen Bank. Allen voran käme hier ein SMS-Service bei ungewöhnlichen Kontobewegungen in Frage oder auch die Vereinbarung von Tages- oder Auslandslimits für Online-Überweisungen. "In Zukunft könnten solche Maßnahmen durch Systeme unterstützt werden, die das vollautomatische Erkennen und Unterbinden ungewöhnlicher oder dubioser Transaktionen im Online-Banking sicherstellen. Die so genannte Fraud Detection vergleicht dann beispielsweise bei jeder Überweisung, ob sie mit dem bisherigen Kundenverhalten korrespondiert. Zeigen sich Auffälligkeiten, etwa ungewöhnlich hohe Beträge, leitet das System automatisch Maßnahmen ein, und der Kontoinhaber wird informiert", sagt Jens-Olaf Bartels, Mitglied des Vorstands der Fiducia IT AG und Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21. Die Fiducia arbeite bereits an einem solchen "selbstlernenden" System zur Betrugserkennung im Online-Banking. Für Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, ist das Thema Sicherheit von ganz grundlegender Bedeutung: "Die Sicherheit des Online-Kanals ist eine elementare Voraussetzung für die genossenschaftliche Bankengruppe, um ihr genossenschaftliches Geschäftsmodell einer mitgliederorientierten, regional tätigen Universalbank auch im Internet erlebbar zu machen." mobileTAN am häufigsten im Einsatz Das am häufigsten verwendete Sicherheitsverfahren beim Online-Banking ist unverändert die mobileTAN (42 Prozent der Online-Banking-Nutzer), gefolgt von Sm@rt-TAN plus mit 35 Prozent (2012: 39 Prozent). Dagegen ist die iTAN – nach der Einstellung dieses Verfahrens bei vielen Instituten Anfang 2012 - nur noch bei jedem fünften Online-Banker im Einsatz. Homebanking Computer Interface (HBCI) wird von zwölf Prozent verwendet. Die noch junge Methode pushTAN-App wird lediglich von einem Prozent genutzt. Im Vergleich zu 2012 zeigt sich über fast alle Verfahren (außer mobileTAN) ein leichter Rückgang, der auf einen vorsichtigeren Umgang der Nutzer im Online-Banking schließen lässt. Smartphone und Tablet auf dem Vormarsch Internetfähige mobile Endgeräte, so genannte mobile Devices, verändern das Verhalten der Verbraucher grundlegend – auch beim Online-Banking. Und wie die Studie zeigt, wird dieser Trend vorwiegend von den Jüngeren zwischen 14 und 34 Jahren getragen. Von den über 55-Jährigen greift jeder zehnte Online-Banker über ein Smartphone auf sein Konto zu. Diese Gruppe erledigt ihre Bankgeschäfte bevorzugt am heimischen PC. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Gesamtheit der Internetnutzer das Risiko beim Bezahlen im Internet mit Smartphones (75 Prozent) oder Tablets (63 Prozent) noch immer deutlich höher einschätzt als mit dem eigenen stationären PC (36 Prozent). Über das Online-Banking hinaus sieht die Studie für den „Alleskönner“ Smartphone aber noch weiteres Potenzial: das bargeldlose Bezahlen. Mobile-Payment lautet hier das Stichwort, ein Verfahren, das sich in den USA, Afrika oder in Asien bereits etabliert hat, das in Deutschland aber noch in den Kinderschuhen steckt. So geben bisher nur knapp fünf Prozent der Befragten an, ein solches System zu nutzen. Einsatzmöglichkeiten werden hier vor allem beim Bezahlen an der Ladenkasse gesehen oder beim Kauf von Tickets oder sonstiger Waren am Automaten. Allerdings hat ein gutes Drittel der Internetnutzer bisher noch nichts über Mobile-Payment gehört. Dennoch: Sollte sich ein Verfahren durchsetzen, das sowohl bei Kunden als auch bei den Händlern auf breite Akzeptanz stößt, bieten sich insbesondere für Banken große Chancen. Denn, so ein weiteres Ergebnis der Studie, in puncto Sicherheit genießen die Kreditinstitute als Anbieter und Abwickler von Mobile-Payment den größten Vertrauensvorschuss.

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Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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