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14.12.2015

2015-12-14

Verbraucherservice

Mehr Geld im Portemonnaie? - Was die neuen Gesetzesänderungen uns 2016 wirklich bringen!

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BVR-Volkswirt Jan Philip Weber


Sprecherin: Sparen ist nicht nur wichtig, damit wir Zinsen bekommen, sondern auch für die Altersvorsorge, die durch die mittlerweile lang anhaltende Niedrigzinsphase allerdings sehr belastet wird.

O-Ton 1 (Jan Philip Weber, 0:23 Min.): "Zunächst einmal profitieren alle Steuerzahler von der Anhebung der Grundfreibeträge zur Einkommensteuer. Darüber hinaus dürfen Familien über einen höheren Kinderfreibetrag und über ein höheres Kindergeld sich freuen. Älteren Generationen hingegen steht die höchste Rentenerhöhung seit über zwanzig Jahren in Aussicht. Negativ auf das zur Verfügung stehende Einkommen wird sich allein die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge auswirken.“

Sprecherin: Dazu kommen wir später: Lassen Sie uns lieber erst mal mit dem Positiven beginnen. Wer kann sich 2016 konkret über mehr Geld im Portemonnaie freuen? 

O-Ton 2 (Jan Philip Weber, 0:31 Min.): "Also, da wären zunächst einmal Familien. Die werden deutlich entlastet. Der steuerliche Kinderfreibetrag zum Beispiel wird um 48 Euro auf 2.304 Euro je Kind steigen. Das Kindergeld wird dann ebenfalls um zwei Euro pro Monat zulegen. Darüber hinaus dürfen sich Familien mit Kindern, die als Geringverdiener eingestuft sind, über eine Erhöhung des Kinderzuschlags freuen. Der wird zum Juli 2016 um maximal 20 Euro auf 160 Euro pro Monat steigen.“

Sprecherin: Wie sieht es mit den Alleinerziehenden aus?

O-Ton 3 (Jan Philip Weber, 0:28 Min.): "Also, Alleinerziehende können sich auf einen steuerlichen Entlastungsbetrag freuen. Der wird nämlich rückwirkend zum 1. Januar 2015 um 600 Euro auf jährlich 1.908 Euro erhöht. Für jedes weitere Kind steigt dieser Freibetrag um 240 Euro pro Jahr. Alleinerziehende können diesen außerdem von der Summe ihrer Einkünfte abziehen. Das heißt, die finanziell oft schwierigere Lebenssituation von vielen Alleinerziehenden wird sich dadurch wesentlich verbessern.“

Sprecherin: Für wen gibt’s denn 2016 ebenfalls noch eine finanzielle Überraschung?

O-Ton 4 (Jan Philip Weber, 0:37 Min.): "Ab August, also zu Beginn des neuen Schuljahres und zum Start des Wintersemesters, gibt´s sieben Prozent mehr BAföG. Konkret heißt das: Der Grundbedarfssatz liegt dann bei 399 Euro pro Monat. Darüber hinaus wird auch noch das Wohngeld angehoben, und zwar von jetzt 224 auf dann 250 Euro pro Monat. Und die steuerlichen Freibeträge auf das Vermögen und das Einkommen der BAföG-Bezieher werden ebenfalls erhöht. Das heißt, Schüler und Studenten können dann wieder einen sogenannten Minijob bis zur vollen Höhe von 450 Euro ohne Anrechnung auf ihren Förderbetrag ausüben.“

Sprecherin: In Deutschland leben rund 20 Millionen Rentner: Wird die Kasse bei denen auch klingeln? 

O-Ton 4 (Jan Philip Weber, 0:29 Min.): "Ja, und zwar zum 1. Juli 2016. Dann wird es wohl die kräftigste Rentenerhöhung der letzen 20 Jahre geben. Nach Schätzungen der Deutschen Rentenversicherung dürfte der Rentenanstieg bei durchschnittlich rund fünf Prozent liegen. Ganz genau werden wir das aber erst im Frühjahr wissen, weil der Anstieg der Rente immer auch davon abhängt, wie sich hierzulande die Löhne entwickeln. Zurzeit ist die wirtschaftliche Entwicklung aber sehr gut in Deutschland, die Löhne dürften daher deutlich zulegen.“

Sprecherin: So, jetzt müssen wir nach diesen positiven Nachrichten aber auch noch über das berühmte Haar in der Suppe sprechen. Sie hatten zu Beginn unseres Gesprächs ja gesagt, dass 2016 auch eine Sache negativ zu Buche schlagen wird.

O-Ton 4 (Jan Philip Weber, 0:31 Min.): "Die Krankenkassenbeiträge werden steigen. Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag, den die Arbeitnehmer alleine tragen müssen, von 0,9 auf durchschnittlich 1,1 Prozent des Bruttolohnes ansteigen wird. Bei einigen wird der Aufschlag aber garantiert auch noch deutlich höher ausfallen, denn den dürfen die Krankenkassen ja selbst bestimmen. Von daher kann ich zurzeit einfach nicht genau sagen, wie hoch die Krankenkassenbeiträge am Ende des Jahres für jeden Einzelnen ausfallen werden.“ 

Sprecherin: Volkswirt Jan Philip Weber vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und sein Ausblick auf das Jahr 2016. Vielen Dank für das Gespräch!

Abmoderationsvorschlag: Wenn Sie in Ruhe nachlesen möchten, was sich 2016 alles konkret ändern wird und was das für Ihre Finanzen bedeutet: Mehr dazu finden Sie im Internet unter www.bvr.de. Und denken Sie dran: Ab 1. Februar 2016 sind Überweisungen nur noch mit der IBAN möglich. Die alte Kontonummer funktioniert dann nicht mehr. Das heißt, dass der Zahlungsverkehr in Europa damit schnell, einheitlich und einfach ist. Darüber sprechen wir aber im Januar auf jeden Fall auch noch mal mit einem Zahlungsverkehr-Experten vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken.

 


Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
Bundesverband der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR)
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