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200 Jahre Hermann Schulze-Delitzsch (1808-2008)

Gründervater der Volksbanken

Die Marke „Volksbank“ kennt heute jeder. Aber nur wenige wissen, wer den Begriff erfunden hat.

Die Bezeichnung „Volksbank“ wurde erstmals 1855 in einer Denkschrift von Hermann Schulze - nach seiner Heimat­stadt Schulze-Delitzsch genannt - erwähnt. Vor genau 200 Jahren, am 29. August 1808, wurde Schulze-Delitzsch geboren. Er gehört zu den bedeutendsten Sozialreformern Deutschlands. Sein Anliegen war die durch die Industri­alisierung entstandenen Probleme der Handwerker und Gewerbetreibenden in den kleineren und mittelgroßen Städten zu lindern. Anstatt die Folgen dieses wirtschaft­lichen Umbruchs durch Staatshilfe abzufedern, forderte Schulze-Delitzsch Eigenverantwortung durch die Prinzipien Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung.

Schulze-Delitzsch war auch ein herausragender Jurist und Politiker. Das erste Genossenschaftsgesetz, das im Wesentlichen bis heute Bestand hat, trägt seine Handschrift. Und als liberaler Politiker war er ein Demokrat der ersten Stunde. Angetrieben durch das Hambacher Fest engagierte er sich in der deutschen Freiheitsbewegung und wirkte 1848 in der Preußischen Nationalversammlung. Vor 125 Jahren – am 29. April 1883 - starb Schulze-Delitzsch in Potsdam. Sein Lebenswerk hat die Zeiten überdauert. Heute sind mehr als 16 Millionen Mitglieder Teilhaber ihrer Kreditgenossenschaft.


Feierlicher Festakt mit Bundespräsident Horst Köhler
 www.bvr.de

Info für die Bankkunden zum 200. Geburtstag
 (pdf-Datei / 215 KB)

Themenschwerpunkt Hermann Schulze-Delitzsch (BI 05/2008)
 www.bankinformation.de

Sonderbriefmarke, herausgegeben vom Bundesministerium der Finanzen
 www.bundesfinanzministerium.de

Bilder von Hermann Schulze-Delitzsch (in Druckqualität)

Stiftung GIZ - Genossenschaftshistorisches Informationszentrum
 www.giz.bvr.de

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