Wert­schöpfungs­bilanz

Aus der Region, für die Region
Wertschöpfungsbilanz der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken im Jahr 2013

Unser Engagement in Zahlen

135

Millionen Euro beträgt die Summe der finanziellen Zuwendungen im Jahr 2013. Dies ist zum wiederholten Mal ein neuer Höchstwert. Noch nie ließen die Kreditgenossenschaften den Menschen vor Ort eine so hohe Summe zukommen. Diese setzt sich aus Spenden, Sponsoring und dem Einsatz von Stiftungserträgen zusammen. 93 Millionen Euro wurden insgesamt gespendet, mit 35 Millionen Euro wurde Sponsoring betrieben und weitere 7 Millionen Euro wurden aus Stiftungserträgen eingesetzt. Zu den 135 Millionen Euro kommen noch gut 9 Millionen Euro an geldwerten Zuwendungen (kostenlose Finanz- und Servicedienstleistungen, Sachspenden).

208

Millionen Euro betrug das Stiftungsengagement der genossenschaftlichen FinanzGruppe im Jahr 2013. Diese Summe wuchs im Vergleich zum Vorjahr um weitere 7 Millionen Euro. Die Kreditgenossenschaften setzen damit ihr verstärktes Engagement für Stiftungen – als besonders nachhaltige und dauerhafte Form der Förderung von regionalen Anliegen – fort. Sie schaffen damit verlässliche Strukturen vor Ort und generieren dauerhafte Stiftungserträge. Vom Jahr 2005 bis zum Jahr 2013 wurde das Stiftungsengagement stetig gesteigert. Während es bei der ersten Erfassung 2005 noch bei 95 Millionen Euro lag, hat es sich in weniger als zehn Jahren nun mehr als verdoppelt.

40

Prozent der rund 160.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreditgenossenschaf ten sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich ak tiv. Das heißt: Weit mehr als jeder Dritte engagiert sich nach der Arbeit in Vereinen, Initiativen oder Hilfsorganisationen. Dieser Wert drückt in besonderem Maße die enge Bindung zwischen den Mitarbeitern einer jeden Genossenschaftsbank zu ihrer jeweiligen Region aus. Viele identifizieren sich mit den Menschen vor Ort und setzen sich für ihre Anliegen auch über das Bankgeschäft hinaus ein. Immer mehr Kreditgenossenschaften (33,2 Prozent) fördern überdies das gesellschaftliche Engagement ihrer Mitarbeiter, indem sie Corporate-Volunteering-Maßnahmen durchführen. Dabei stellen zum Beispiel die Institute ihr Personal für einen Tag frei, um sich für gemeinnützige Anliegen zu engagieren. Oder aber sie organisieren eine gemeinsame Aktion, bei der sich das gesamte Bank-Team gemeinsam für eine gute Sache einsetzt.

94,1

Prozent der Kreditgenossenschaften fördern im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements Projekte, die Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise zugutekommen. Diese Zielgruppe bleibt damit der Hauptempfänger gemeinnütziger Aktivitäten. Die Genossenschaftsbanken in Deutschland haben damit das „Projekt Zukunft“ nicht nur als verlässliche Ausbilder vor Ort fest im Blick: Viele Aktionen dienen auch der Unterstützung von Familien (61,9 Prozent) oder Senioren (77 Prozent).

93,3

Prozent der Kreditgenossenschaften unterstützen mit ihrem gesellschaftlichen Engagement örtliche Vereine und Initiativen. Es ist ein wichtiger Teil der regionalen Ausrichtung der Genossenschaftsbanken, die sich damit direkt zu ihrer Region und deren Bürger bekennen. Aber auch öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Schulen oder Kindergärten (90 Prozent) und auch Kirchengemeinden (84,1 Prozent) wurden vergleichbar oft genannt. So spiegelt sich in dieser Ausrichtung die gesamte Bandbreite gesellschaftlicher Anliegen und Aktionsfelder wider. Die Unterstützung reicht dabei von den Bereichen Sport/Erholung über Kunst/Kultur bis hin zu Bildung/Forschung. Passend zum lokalen Fokus des Engagements benennen 96,7 Prozent „Regionalität“ als den zentralen Wert, den sie mit ihren Aktivitäten verbinden.

135, 208, 300: Was für viele nur schlichte Zahlen sind, ist für die Genossenschaftsbanken in Deutschland Ausdruck ihres großen gesellschaftlichen Engagements

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und sonstigen Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sind Banken ihrer Region. Aus dieser stammen sie, zu dieser bekennen sie sich ausdrücklich.

Engagement auf vielen Ebenen

Dies äußert sich eindrucksvoll im besonderen Engagement der 1.078 Genossenschaftsbanken. So fließen Jahr für Jahr sehr hohe Summen an finanziellen Zuwendungen (Spenden, Sponsoring, geldwerte Leistungen) an regionale Institutionen, Vereine, Initiativen und kommen den Menschen vor Ort direkt zugute.

Eine bewährte Form der dauerhaften Förderung gesellschaftlich relevanter Anliegen stellt das Stiftungsengagement dar. Jahr für Jahr wächst die Summe des kreditgenossenschaftlichen Engagements in diesem Bereich auf immer höhere Beträge an. Die jährlichen Erträge des Stiftungskapitals wiederum garantieren eine langfristige und nachhaltige Form der Förderung.

Überdies engagieren sich viele der über 160.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Genossenschaftsbanken in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Viele identifizieren sich mit ihrer Region und drücken dies auch in ihren Aktivitäten für vielfältige regionale Anliegen aus. Einige signifikante Beispiele dafür finden sich auch in den Reportagen in diesem Bericht (ab Seite 40).

Für viele Menschen wiederum spielen die Genossenschaftsbanken vor Ort eine wichtige Rolle als zuverlässige und gute Arbeitgeber und Ausbilder vor Ort.

Mehr Auszubildende

8,3 Milliarden Euro (vorläufig: Stand März 2014) ließen die Kreditgenossenschaften ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Jahr 2013 in Form von Personalaufwendungen zukommen. In der gesamten genossenschaftlichen FinanzGruppe waren es 9,7 Milliarden Euro. Zudem erhöhten die 1.078 Institute im Jahr 2013 die Zahl der Auszubildenden um 450 auf nun 12.600. Ihre Ausbildungsquote liegt bei 8,2 Prozent. Das bedeutet: Auf 100 Mitarbeiter kommen 8,2 Auszubildende.

Öffentliche Kassen profitieren

Weitere Profiteure des dezentralen, flächendeckenden Netzwerks der genossenschaftlichen FinanzGruppe sind ganz unmittelbar die öffentlichen Kassen. 2,0 Milliarden Euro flossen diesen über die Genossenschaftsbanken vor Ort direkt an Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zu (vorläufig, Stand: März 2014).

Hinzu kommen die großen Unterstützungsleistungen der BVR-Mitgliedsinstitute durch Spenden, Sponsoring, Stiftungen und Engagement, die im Rahmen einer Umfrage unter allen Instituten für das Jahr 2013 ermittelt wurden und die in der Folge hier dargestellt werden sollen.

Spenden und Sponsoring 2013: 135 Millionen Euro

Mit 135 Millionen Euro hat die genossenschaftliche FinanzGruppe im Jahr 2013 gemeinnützige Organisationen, Projekte und Initiativen finanziell unterstützt. Das ist wieder ein neuer Höchstwert. Davon stammten 58 Millionen Euro aus dem genossenschaftlichen Gewinnsparen. Mit weiteren geldwerten Zuwendungen in Höhe von 9 Millionen Euro konnte das Gemeinwesen nochmals gestärkt werden.

Zahlen des gesellschaftlichen Engagements





300 Volksbanken und Raiffeisenbanken
fördern das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Arbeitszeit. 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv.

208 Millionen Euro
beträgt das Stiftungsengagement der Genossenschaftsbanken. Mehr als 20 Millionen davon bringen sie für lokale Gemeinschaftsund Bürgerstiftungen auf.

135 Millionen Euro
jährlich spendet und sponsert die genossenschaftliche FinanzGruppe. Der Großteil kommt Kindern und Jugendlichen sowie den Vereinen, Schulen und Kirchengemeinden vor Ort zugute.

Diese Entwicklung zeigt: Mit einem erneut gesteigerten Geschäftsergebnis ging zum wiederholten Mal auch eine Ausweitung des gesellschaftlichen Engagements vor Ort einher. Die Genossenschaftsbanken in Deutschland nehmen folglich ihre Verantwortung gegenüber den Menschen sehr ernst. Sie leben ihre Verbundenheit zu ihrer jeweiligen Geschäftsregion. Und sie steigern den Umfang ihrer Förderung Jahr für Jahr.

Stiftungsvermögen 2013: 208 Millionen Euro

Das Engagement der genossenschaftlichen Bankengruppe im Stiftungsbereich belief sich Ende 2013 auf insgesamt 208 Millionen Euro. Darin enthalten sind 23 Millionen Euro, mit denen die Genossenschaftsbanken den Auf- und Ausbau von Bürgerstiftungen und anderen Gemeinschaftsstiftungen unterstützt haben. Mit 185 Millionen Euro wurden bislang von Organisationen der genossenschaftlichen FinanzGruppe eigene Stiftungen gegründet. Jede dritte Bank ist im Stiftungsbereich engagiert.

Ehrenamtliches Engagement 2013

Mit 40 Prozent der Bankangehörigen sind weit mehr als ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Genossenschaftsbanken, Verbänden und Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv. Jede dritte Volksbank oder Raiffeisenbank organisiert oder unterstützt zudem das bürgerschaftliche Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während der Arbeitszeit (Corporate Volunteering).

Nachwuchs und Vereine im Fokus

Kinder und Jugendliche sowie die Vereine vor Ort profitieren in besonderer Weise von dem Engagement der Kreditgenossenschaften. Rund 9 von 10 Genossenschaftsbanken engagieren sich primär für diese Zielgruppen. Damit setzen diese eindeutig auf die Förderung lokaler Strukturen sowie auf die Weiterentwicklung des „Projekts Zukunft“ ihrer jeweiligen Geschäftsregion. Weitere wichtige Empfänger umfangreicher Fördermaßnahmen sind ältere Menschen und Familien.

Die Gründe für die jeweiligen Aktivitäten sind äußerst vielseitig. Die von den Volksbanken und Raiffeisenbanken in der BVR-Befragung genannten zentralen Werte entsprechen dabei der besonderen Rolle, die ein jedes Primärinstitut in seiner Region innehat. Zudem spiegelt sich in ihnen die besondere Philosophie der Genossenschaften im Allgemeinen und der Genossenschaftsbanken im Besonderen wider.

Studiendesign
Die Aktive Bürgerschaft, das Kompetenzzentrum für Bürgerengagement der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, befragte im Jahr 2014 alle BVR-Mitgliedsbanken, Unternehmen und Verbände der genossenschaftlichen FinanzGruppe im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zu ihrem gesellschaftlichen Engagement. Die Rücklaufquote betrug 28 Prozent. Die Daten wurden von der Aktiven Bürgerschaft mit der Statistiksoftware SPSS ausgewertet.

Zentrale Werte des Engagements von Kreditgenossenschaften

in Prozent

–––––   97% Regionalität

–––––   83% Kundennähe

–––––   76% Nachhaltigkeit



Weitere Motive sind Solidarität, Selbsthilfe und die Förderung der genossenschaftlichen Mitgliedschaft.Der Fokus eines Großteils der Aktivitäten liegt dabei auf der langfristigen Förderung ausgewählter Anliegen. Strukturen mit Bestand werden geschaffen. Diese wiederum sollen zum dauerhaften Wohl der Region beitragen. Auch hier verhält sich das Engagement analog zur Geschäftsphilosophie der Genossenschaftsbanken, die bewusst auf die langfristige Unterstützung ihrer Kunden und Mitglieder setzt. Nicht die kurzfristigen Effekte stehen hier im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine verlässliche Betreuung mit dauerhaft verlässlichen Strukturen.
Stand :31.12.2013.

Gesellschaftliches Engagement der genossenschaftlichen Bankengruppe

in Millionen Euro

JahrDie Summe der finanziellen Zuwendungen (Spenden + Sponsoring)Geldwerte ZuwendungenStiftungsengagement
(bis) 2005802195
(bis) 20079616121
(bis) 200912112125
20111205183
20121357201
20131359208

Stand: 31.12.2013

Spenden und Sponsoring 2013: 135 Millionen Euro

Geldwerte Leistungen 2013: 9 Millionen Euro

Stiftungsvermögen 2013: 208 Millionen Euro

Stand: 31.12.2013

Schwerpunkte des Engagements

In Prozent (Mehrfachnennungen möglich)

1. Zielgruppen

Kinder, Jugendliche

Ältere Menschen, Senioren

Familien, Lebensgemeinschaften

2. Empfänger

Örtliche Vereine, Initiativen

Öffentliche Einrichtungen

Kirchengemeinden

Stand: 31.12.2013.

Bankangehörige, die in der Freizeit bürgerschaftlich engagiert sind, im Zeitverlauf

In Prozent

2005

2007

2009

2011

2012

2013

Genossenschafts­banken, die Corporate-Volunteering-Maßnahmen durchführen, im Zeitverlauf

In Prozent

2005

2007

2009

2011

2012

2013